Kerpener Jugend
Brauchtum und Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden
In Kerpen wird das Brauchtum großgeschrieben, und es sind vor allem die Kinder und Jugendlichen, die es lebendig erhalten. Drei Traditionen prägen das Dorfleben im Jahreskreis besonders:
Sternsinger (Heilige Drei Könige)
Rund um den Dreikönigstag am 6. Januar verkleiden sich Kinder als die Heiligen Drei Könige und ziehen von Haus zu Haus durch das Dorf. Mit Gesang und Gebet segnen sie die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not. Der Brauch verbindet religiöse Überlieferung mit gelebter Nächstenliebe und ist in Kerpen seit Generationen ein fester Bestandteil des neuen Jahres.
Kläpperkinder
Von Gründonnerstag bis Karsamstag übernehmen die Kinder eine ganz besondere Aufgabe: Mit selbst gebauten Kläppern und Ratschen aus Holz ziehen sie morgens früh, mittags und abends durch das Dorf und ersetzen so den Klang der Kirchenglocken, die in der Karwoche traditionell „nach Rom geflogen sind". Das Klappern ist auch bei geschlossenen Fenstern nicht zu überhören und gehört für die Kerperinnen und Kerpener untrennbar zur Stimmung der stillen Tage vor Ostern.
St. Martinszug
Um den 11. November, dem Gedenktag des heiligen Martin von Tours, ziehen die Kinder mit meist selbst gebastelten Laternen durch das Dorf. Der St. Martinszug erinnert an die Legende des barmherzigen Ritters, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Mit Liedern und dem warmen Schein der Laternen zieht der Zug durch die Straßen von Kerpen. Ein Fest für Groß und Klein.
Impressionen